„... und wenn von dieser Power  und Dynamik auch nur ein kleiner Funke auf den/die Betrachter/in überspringt, dann finde ich hat die Arbeit Erfolg.“

 

Die Wirkung ihrer Werke auf den/die Betrachter/in spielt für die Künstlerin und Designerin Anna Goschin eine zentrale Rolle. Ihre figurative Gegenwartsmalerei ist eine Weiterführung ihrer erfolgreichen Karriere als Mode-Designerin. Die expressive und farbenfrohe Darstellung  weiblicher, zugleich selbstbewusster und kraftvoller Frauenkörper entsteht durch die direkte Auseinandersetzung mit dem Aktmodell. Aus der Studie des Körpers entstehende Skizzen dienen als Grundlage für ihre großformatige Malerei, haben jedoch durch die Dynamik der Strichführung ihre Eigenständigkeit. Der sichere Umgang mit der Linie fundiert auf dem lange Erfahrungsweg der Aktstudie und ermöglicht ein Zusammenspiel zeichnerischer und malerischer Komponenten. Das gekonnte Spiel zwischen unterschiedlichen Maltechniken von pastösem Farbauftrag im Kontrast zu lasierenden Flächen, leichte Zeichnung oder dominante Striche bringen Spannung durch Kontrast in die Arbeit. Als Malmittel dienen ihr dabei Acryl, Graphit, Ölsticks und Sprühfarbe. Durch die intensive Farbigkeit konzentriert Anna Goschin den Blick des/der Betrachter/in auf die spannungsvolle Situation.

Damals wie heute ist Anna Goschin in leitender Position verantwortlich für Konzeption und Erstellung namhafter Kollektionen im In- und Ausland. Als sie Anfang der 90er Jahre zum ersten Mal die Europäische Akademie für Bildende Künste in Trier besuchte begann sie in ständiger Interaktion mit zeitgenössischen Künstler/innen ihren eigen Stil der ausdrucksvollen Aktmalerei zu entwickeln. Ihre künstlerischen Werke präsentierte Anna Goschin unter anderem im Kulturzentrum Basel (2001/2002), im Kunstverein Familie Montez in Frankfurt (2020) und aktuell in der Gruppenausstellung "Körper, Farbe, Raum" in der Art/OF Gallery in Offenbach sowie in der Austellung "THE GOOD; THE BAD AND THE UGLY" in der Galerie ARP in Hanau.

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